Prager Jesukind

 

 
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Ökumenischen Heiligenlexikon!


















Die Andacht zum Jesulein


Der Kult der Kindheit Jesu besitzt in der katholischen Kirche eine tausendjährige Tradition. Die Christen verlangten immer nach einer tiefen Verehrung zum menschgewordenen Gott, Jesus Christus. Diese Andacht wurde außer durch das Evangelium auch durch die apokryphen Texte des Pseudoevangeliums von Jakobus und Thomas angeregt. Das Kind Jesus wurde schon von Kirchenvätern wie dem hl. Athanasius oder dem hl. Hieronymus angebetet. Andere große Verehrer der Kindheit Jesu sind der hl. Bernard von Clairvaux, der hl. Franz von Assisi und hl. Antonius von Padua. In der Barockzeit war es hauptsächlich die hl. Teresa von Avila, die immer auf ihren Reisen eine kleine Statue des Jesuleins bei sich trug, wenn sie neue Klöster gründete. Ganz besonders in Spanien hatte dieser Kult eine große Verbreitung.
Individuelle Nachahmungen des Kindes Jesu begann im 14. Jahrhundert. Die ältesten Plastiken finden wir in Deutschland wo die representative Darstellung auf Grund der visionären Umgebung in Frauenklöstern formuliert wurde. Meist hält das Jesukind verschiedene Objekte in der Hand. Mit der Rechten segnet es gewöhnlich, in der Linken hält es ein Vögelchen, einen Apfel, ein Buch, ein Kreuz or eine Weintraube, die ein Hinweis auf die Eucharistie ist. (Joh 15,1-11) Im Mittelalter wurden die Figuren aus Holz geschnitzt. In der Barokzeit sind sie aus verschiedenen Material wie. Wachs, Elfenbein, Bronze und anderen. Zur Barockzeit wurden in den Werkstätten die gnadenreichen Statuen angekleidet.



DAS GNADENREICHE JESULEIN VON PRAG


Die Barockzeit ist mit dem Kult der Kindheit Jesu verbunden, in Böhmen spielt das Prager Jesulein die Hauptrolle. Die Geschichte des Kindleins beginnt in Spanien, der Künster ist unbekannt. Es wird angenommen, daß es aus einem Kloster zwischen Cordoba und Sevilla stammt, und eine Nachahmung einer gnadenreichen Statue ist. Dona Isabela Manrique de Lara y Mendoza erhielt es dort. Die Statue wurde ein Hochzeitsgeschenk für ihe Tochter Marie Manrique de Lara welche einen prominenten böhmischen Adeligen Vojtìch von Pernstejn heiratete. Es bekam wieder ein Hochzeitsgeschenk für deren Tochter Polyxena, welche einen Magnaten des böhmischen Königreiches Wilhelm von Rosenberg heiratete. Sie nahm das Jesulein auch zu iherer zweiten Ehe mit dem höchsten Kanzler des böhmischen Königreiches, Sidonius, Adalbert von Lobkowicz. Nach seinem Tode schenkte sie die Statue des Jesuleins dem Kloster der Barfüßigen Karmeliter in der Nähe der Kirche der Unserer Lieben Frau vom Sieg, auf der Kleinseite in Prag. Dort fand es zuerst Platz im Oratorium, wo es zu meist von den Novizen verehrt wurde.
Im Jahre 1631 fielen die Sachsen in Prag ein und plünderten auch das Karmeliter Kloster. Das Jesulein wurde mit zerbrochenen Armen hinter den Altar geworfen. Hier fand es Pater Cyril a Mater Dei, welcher von München zu der verlaßenen Kirche auf der Kleinseite zurüchkehrte. Die Statue war beschädigt, lange bemühte sich Pater Cyril vergeblich Geld für die Reparatur zu bekommen, als ihm ein Prager Bürger unerwartet eine Summe Geldes schenkte. So wurde das Jesulein wieder der Höhepunkt der Verehrung und viele Wunder und Gebetserhörungen wurden ihm zugeschrieben, so auch die Beschützung der Stadt Prag von den Schweden.
Die Familie Martinik waren große Verehrer des Prager Jesuleins. Im Jahre 1651 veranstalteten sie, daß das Figürchen des Jesuleins von der Kirche der Siegreichen Jungfrau Maria in Prozession in alle Kirchen von Prag getragen wurde. Bei dieser festlichen Gelegenheit bekam es den Titel: Holdes Kind (Graciosus Jesulus). In 1655 krönte der Bischof von Prag das Jesulein mit einer Krone, die von Bernard Ignac von Martinik gestiftet war. Zur Erinnerung dieser Krönung wird jedes Jahr eine festliche Meße, am Feste der Himmelfahrt Christi gelesen.
Im Anfang war das Jesulein in der Kapelle des Heiligen Kreuzes ausgestellt. Später, im Jahre 1774 wurde die Kapelle zu klein wegen der großen Menge von Pilgern und Besuchern, und wurde an den Seitenaltar der heiligen Joachim und Anna übertragen, gegenüber dem Altar der Jungfrau Maria von Mantua. Die Konstruktion des Altares zeigt 2 Linien. Die senkrechte geht vom Heiligen Geist über Gott Vater zum Jesulein, die wagrechte Linie geht von der Jungfrau Maria über das Jesuskind zum hl. Josef. Diese bedeuten die beiden Ebenen der menschlichen und göttlichen Familie. Zu dieser Zeit wurden kleine Silberstücke, wie Gelenke, geschenkt als Zeichen der Danksage. Diese friedliche Zeit dauerte nicht lange. Nach dem Tod von der Kaiserin Maria Theresia, folgte ihr Sohn Josef II. auf den Thron von Österreich. Er löste das Karmeliterkloster am 3. Juli 1784 durch ein Dekret auf. Die Kirche bekam eine Pfarrkirche deren Administration den Priestern der Malteser Ritter übergeben wurde.
Im 19. Jahrhundert reichte die Verehrung des Jesuleins bis in die spanisch sprechenden Länder von Südamerika und nach Italien. Und nicht nur dahin!! In einigen Klöstern beteten die Mönchen ein eigenes Offizium zum Gandenreichen Jesulein von Prag. Viele weitentfernte asiatische Länder danken dem Kinde Jesu für Wunder, wie die Philippinen, China und Vietnam.



ÜBER DIE STATUE SELBST


Die Wachsfigur ist 47 cm hoch. Es ist vor Beschädigung durch einen silbernen Zilinder, der bis über die Hüften reicht, geschützt. Die Skulptur hat wahrscheinlich einen hölzernen Kern der mit Stoff belegt ist, welches durch das Wachs sichtbar ist. Das Jesulein wurde schon seit langem angezogen, man sagt, daß Anna Loragh und Maria Sibylla Schaymaier es angezogen haben, und es 1747 die Englischen Fräulein übernommen haben. Das Jesulein trägt ein weißes Hemdchen darüber ein Hemd mit Spitzen am unteren Teil dann ein seidenes Jäckchen mit Spitzenkräuseln um den Hals und die Händchen. Das vierte und fünfte Gewand ist ein reich gesticktes Kleid und Mantel, ähnich einem priesterlichen Pluviale. Am Kopfe trägt es eine von mehreren Kronen. Die erste ist aus dem Jahre 1767, die andere zwischen 1810 - 1820. Das Jesulein hat eine Garderobe von über 70 geschenkter Kleidchen. Das älteste gut erhaltene ist aus dem Jahr 1700, ein anderes ist ein Geschenk vn Kaiserin Maria Theresa. Das Jesulein hat auch neue Kleidchen die sogar aus weißem Silon verfertigt sind. Die Kleidchen kommen als Geschenke von der ganzen Welt.



LEGENDEN ÜBER DAS PRAGER JESULEINS

Es gibt auch Legenden über das Prager Jesulein. Auch wenn es Zweifel über ihre Wahrhaftigkeit gibt, sie geben Ausdruck über das Volk, wie es über das Jesulein sprach, lebte und fühlte.
Eines ist über den Ursprung des Jesulein . . .
. . . in der Zeit der Kämpfe zwischen den Mauren und Christen um die pyrenäische Halbinsel, gab es im Süden von Spanien ein Karmelitenkloster. Selbst dieses Kloster wurde angegriffen, nur vier Mönche konnten ihr Leben retten. Einer hieß Josef, er hatte eine spezielle Verehrung für das Kind Jesus. Eines Tages arbeitete er im Klosterhof, als ihm plötzlich ein kleines Kind erschien und ihn bat mit ihm zu beten. Der Bruder sagte das Ave Maria, und als er zu den Worten kam: "gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus", sagte das Kind: "das bin ich!" Derauf verschwand das Kind aber das Antlitz des Kindes blieb dem Bruder eingegraben. Er sehnte sich das Kind noch einmal zu sehen, wenn auch nur für einen Augenblick. Er wollte ein Bildnis machen, welches ihn an das Kind erinnern würde. Aber seine Versuche blieben ohne Erfolg. Viele Jahre bemühte er sich eine Nachahmung zu machen. Endlich eines Tages erschien ihm das Kind wieder, zu der Zeit war er schon sehr alt. "Ich bin wieder gekommen um mich dir zu zeigen damit Du meine Figur fertig machst, mir ähnlich" sagte das Kind. Sofort fing er an zu arbeiten. Er verfertigte das Antliz wie im Traume. Er war so glücklich. Als er sein Werk fertig hatte, war das Kind verschwunden Der Bruder wurde sehr müde. Er schlief ein, und wachte nie mehr auf. Sein kleiner Freund kam um ihn mit sich zu nehmen.
Ob diese Legende historisch wahr ist, weiß ich nicht. Sie zeigt sicherlich sehr viel Gefühl und Poesie und sie ist wunderschön.
Drei weitere Legenden sind in drei Bildern aus der Serie des gnadenreichen Jesuleins festgehalten, welche in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts enstanden. Sie erzählen von der Zeit, als die Statue ohne Arme hinter dem Haupaltar in der Kirche gefunden wurde.
Pater Cyril bettelte um Geld um die Arme des Jesukindes zu reparieren aber ohne Erfolg. Zufällig war der reiche Bürger Benedikt Manskönig, aus Außig an der Elbe, in Prag. Er wurde ernstlich krank und erhielt die heilige Ölung von Pater Cyril, der ihm von der großen Macht des Jesukindes erzählte. Daraufhin gab Herr Benedikt 100 Gold Stücke für das Jesulein, um die Gunst des gnadenreichen Jesuleins zu gewinnen. Er wurde gesund.
Eine andere Legende erzählt wie Pater Cyril um Geld für die Reparatur der Arme des Jesuleins zu bekommen betete. Da kam unerwartet eine reiche Dame zu Besuch, welche ihm eine große Summe Geldes übergab.
Eine weitere Geschichte erzählt wie das gnadenreiche Jesulein der reichen Familie von Heinrich Kolovrat von Libstejn geholfen hat. Seine Frau wurde taub und blind. Als sie mit der Statue des Kindes Jesus berührt war, wurde sie wieder gesund. Diese Dame war aber sehr selbstsüchtig. Sie behielt die gnadenreiche Statue in ihrem Palast als Schutz. Als sie einmal den Palast verlassen wollte, konnten sich die Pferde nich rühren. Nur dann erkannte sie, daß sie die Statue vom gnadenreichen Jesulein zurückgeben mußte, wohin es gehörte. Danach konnte die Kutsche leicht das Palais verlassen.
Das wundertätige Jesulein wurde hoch verehrt und zwar von den Mächtigen wieauch vom einfachen Volk. Interessant ist es, daß die ersten Nachahmungen des Prager Jesuleins im 18. Jahrhundert von Jan Schlansovsky geschaffen wurden. Er hat auch eine Form aus Holz geschnitten, mittels welcher hunderte von Kopien gemacht werden konnten, die in die ganze Welt versandt wurden. Auch unsere Meisener Porzelan Fabrik besitzt eine Form, welche von Gottlieb Kirchner nach dem Muster des berühmten Schizer J. J. Keller verfertigt wurde.



WUNDER


Urkunden von Wundern im Zusammenhang mit der Statue des Prager Jesuleins endeten nicht eine lange Zeit in der Vergangenheit. Sie geschehen sogar noch heute.
Ein Wunder geschah an der 2 Jahre alten Tamara in Brasilien. Schon von Geburt an hatte sie ausgerenkte Hüften, und konnte nur mit Hilfe einer speziellen Einrichtung ein paar Schritte machen. (Die Einrichtung ist in der Kirche aufbewahrt.) Die Eltern beteten die Novene zum Prager Jesulein schon am 6. Tage konnte sie das Instrument ablegen und machte einige Schritte allein. Die Ärzte waren sehr erstaunt. Die Freunde konnten es nicht glauben. 1995 kam die ganze Familie hierher, um ihren Dank, dem wundertätigen Jesulein von Prag auszusprechen.
Ein anderes Wunder ist die Heilung einer indischen Frau, die in ihrer Jugend einen Unfall hatte und gelähmt blieb. Eine lange Zeit mußte sie unbeweglich im Bett liegen. Einmal sah sie im Traume das Jesulein, und verstand, daß sie geheilt werden kann. Jemand gab ihr die Novene zum gnadenreichen Jesulein, welche sie zu beten begann. Während des Gebetes fühlte sie, daß langsam das Gefühl in ihre Füße und dann in den ganzen Körper zurück kam. Nach einigen Wochen war sie geheilt. 1994 kam sie als 70 jährige Großmutter mit ihrem Mann und einem Enkel hier her. Das ganze Leben haben sie gespart um diese Reise machen zu können. Sie wollten dem wunderbaren Jesulein von Prag danken.

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