Hl.Matthäus

 

 
St


Abb. Echtgold

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Ökumenischen Heiligenlexikon!








.Matthias

Gedenktag katholisch: 14. Mai
gebotener Gedenktag, bedacht im "Eucharist. Hochgebet I"
in Deutschland: 24. Februar
in Trier: Übertragung der Gebeine: 18. Juli Gedenktag evangelisch: 24. Februar
in Schaltjahren: 25. Februar Gedenktag anglikanisch: 14. Mai
24. Februar Gedenktag orthodox: 9. AugustGedenktag koptische Kirche: 4. MärzName bedeutet: Gottes Geschenk (griech.-hebr.)Apostel, Märtyrer
† 63 (?) in Äthiopien (?)

Er kam nach der Himmelfahrt Christi durch das Los - auch Joseph Barsabbas stand zur Wahl - als Nachrücker in das Apostelkollegium, um den Platz des Judas einzunehmen (Apostelgeschichte 1, 28). Nach unsicheren Berichten stammte Matthias aus einer wohlhabenden Familie in Bethlehem; er habe Jesus in jungen Jahren kennen gelernt und zu den 70 Jüngern gehört, die Jesus zur Verkündigung des Reiches Gottes aussandte (Lukasevangelium 10, 1).

Matthias wirkte nach verschiedenen Legenden in Judäa für den Glauben, wurde wegen seiner Heilungen, Bekehrungen und gelehrten Predigten beim Hohen Rat verklagt, zum Tode verurteilt, gesteinigt und nach römischem Brauch mit dem Beil enthauptet. Anderen Überlieferungen zufolge soll er in Griechenland oder im Kaukasus oder in Äthiopien den Glauben verkündet haben und im Jahr 63 zuerst gesteinigt, dann mit dem Beil erschlagen worden sein. Einer Überlieferung zufolge soll ihn nach vorübergehender Blendung und wunderbarer Wiedererlangung des Augenlichts der Apostel Andreas aus den Händen von Menschenfressern gerettet haben, so dass er eines friedlichen Todes starb. Schon im 2. Jahrhundert kursierte eine nur bruchstückhaft erhaltene Evangelienschrift unter seinem Namen.

John von Berry: Petites Heures, 14. Jahrhundert: Matthias (rechts) mit dem Propheten Daniel, Bibliothèque Nationale de France in Paris

Matthias' Reliquien sollen in Rom in S. Maria Maggiore bestattet worden, dann in Teilen mit Unterstützung von Helena durch Bischof Agritius nach Trier gebracht worden sein; schriftliche Zeugnisse darüber liegen erst aus dem 9. Jahrhundert vor. Ein Matthias-Kult entfaltete sich in Trier seit der Wiederauffindung der zeitweise verschollenen Reliquien um 1050. Weitere Reliquien liegen in Pavia.

Die Volksfrömmigkeit entwickelte zahlreiche Bräuche: in Böhmen schüttelte man an den Obstbäumen für eine reiche Ernte. In der Matthias-Nacht legte man Efeublätter in Wasser; war eines am nächsten Morgen durchweicht, drohte Krankheit. In der Matthias-Nacht werden durchs Los Liebes- und Todesorakel eingeholt - im Hintergrund steht dabei die Wahl des Apostels durch ein Los. In Böhmen wollte man durch magische Handlungen, Schütteln der Obstbäume und Schreien die Obsternte günstig beeinflussen.

Attribute: Schwert, Beil, Hellebarde, Steine
Patron von Goslar, Hannover, Hildesheim; der Bauhandwerker, Zimmerleute, Schreiner, Schmiede, Metzger, Schweinehirten, Schneider und Zuckerbäcker; zum Schulbeginn von Jungen; gegen Blattern, Keuchhusten, eheliche Unfruchtbarkeit
Bauernregeln (für den 24. Februar): "Mattheis / bricht das Eis."
"Mattheis bricht's Eis - find er keins, so macht er eins."
"St. Matthias hab' ich lieb, / denn er gibt dem Baum den Trieb."
"Wie's Petrus und Matthias macht, / so bleibt es noch durch vierzig Nacht."
Hat Mattheis sei' Hack verlor'n, / wird erst St. Joseph das Eis durchbohr'n."
"Taut es vor und auf Mattheis, / geht kein Fuchs mehr übers Eis."
"Nach Matheis / geht kein Fuchs mehr übers Eis."
"St. Matheis / wirft einen großen Stein ins Eis."
"Wenn Mattheis kommt herbei, / legt die Henne das erste Ei."
"Tritt Matthias stürmisch an, wird bis Ostern Winter sein."
"Ist's zu St. Matthias kalt, / hat der Winter noch lange Gewalt."
"Sankt Mattheis kalt, / die Kälte lang halt."