14 Nothelfer aus Holz,Schutzheilige,Namenspatrone,
Vierzehn Nothelfer
• Achatius, angerufen gegen Todesangst und Zweifel
• Ägidius, angerufen zur Ablegung einer guten Beichte
• Barbara, Patronin der Sterbenden
• Blasius, angerufen gegen Halsleiden
• Christophorus, angerufen gegen unvorbereiteten Tod
• Cyriacus, angerufen gegen Anfechtung in der Todesstunde
• Dionysius, angerufen gegen Kopfschmerzen
• Erasmus, angerufen gegen Leibschmerzen
• Eustachius, angerufen in allen schwierigen Lebenslagen
• Georg, angerufen gegen Seuchen der Haustiere
• Katharina, angerufen gegen Leiden der Zunge und schwere Sprache
• Margareta, Patronin der Gebärenden
• Pantaleon, Patron der Ärzte
• Vitus (Veit), angerufen gegen Epilepsie
Je nach örtlichen Patronaten finden sich anstelle von Erasmus Nikolaus, statt Dionysius Papst Sixtus II. oder in der Funktion des Ägidius Leonhard. Als Nothelfer bezeichnet und zu diesen hinzugerechnet werden gelegentlich auch die vier heiligen Marschälle.
Ökumenischen Heiligenlexikon!
Vierzehn heilige Nothelfer
Gedenktag katholisch: 8. August
Fest in Bamberg
Hochfest in der Basilika Vierzehnheiligen: Samstag nach dem 4. Sonntag nach OsternDie vierzehn heiligen Nothelfer wurden schon im 9. Jahrhundert angerufen und verehrt. In ihren Legenden baten Dionysius wie auch Blasius, Dorothea und andere vor ihrem Tod um die Gnade der Fürbitte und erhielten die Verheißung, bei Anrufung hilfreich vermitteln zu dürfen.
Die Heiligenverehrung gewann dann vor allem im pestbedrohten 13./14. Jahrhundert stark an Bedeutung. Den einzelnen Heiligen wurden Aufgabenbereiche zugewiesen. So wird Florian, der als Märtyrer ertränkt wurde, angerufen bei Feuersbrunst, doch er wurde auch zum Patron der Bierbrauer, Fassbinder und Schornsteinfeger. Die Menschliche Ohnmacht gegen die Schicksalsschläge und Katastrophen der Zeit wurde mit Hilfe der Nothelfer bekämpft. In der Not einen Heiligen anrufen half im Verständnis des Volkes viel, in der Not viele Heilige anrufen half mehr.
14 Nothelfer mit ihren Attributen in einer Wolke, darunter eine kniende Frau mit ihrem Kind, in der Ulrichskapelle nahe Ruswil bei Luzern in der Schweiz
1377 ordnete der Regensburger Bischof Konrad von Haimburg die Verehrung der Heiligen Barbara an, und zwar zugleich mit der Heiligen Katharina und der Heiligen Margareta. Der Volksmund schmiedete sich dazu den Merkvers: "St. Margaretha mit dem Wurm, St. Barbara mit dem Turm, St. Katharina mit dem Radl, das sind die heiligen drei Madl." Regensburg wurde auch Ausgangspunkt für den sich verbreitenden Nothelferkult. Das Nothelferfenster in der südlichen Chorschräge des Regensburger Domes dürfte eine der frühesten Darstellungen dieses Themas überhaupt sein. Auch in Schlesien war die Anrufung der Nothelfer sehr verbreitet, mit den Flüchtlingen nach dem 2. Weltkrieg kam der Brauch erneut nach Deutschland.
Durch eine Vision wurde der Kult um die vierzehn Nothelfer volkstümlich: Der Legende nach sind dem Klosterschäfer Hermann Leicht der Zisterzienserabtei Langheim in Oberfranken 1445 und 1446 vierzehn Gestalten erschienen, die sich als "vierzehn Nothelfer" zu erkennen gaben und die Errichtung einer Kapelle am Ort ihrer Erscheinung forderten. 1774 erbaute Balthasar Neumann die noch heute vielbesuchte Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen.
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