Sie sind hier: Startseite » Heiligen Figuren-Männer » V

Hl.Vitus

 

 
St


Ökumenischen Heiligenlexikon!

Vitus (Veit)

Gedenktag katholisch: 15. Juni
nicht gebotener Gedenktag für das deutsche Sprachgebiet
in Paderborn und Riga: Übertragung der Gebeine: 10. März Gedenktag orthodox: 16. Mai
15. JuniName: lateinisch, vielleicht von Wido, d. h. Holz (althochdt.)Märtyrer, Nothelfer
* in Mazzara auf Sizilien
† um 304 in Lucanien

Der Legende zufolge wurde der Sohn eines heidnischen Senators von seiner Amme Crescentia und seinem Erzieher Modestus bekehrt. Noch als Kind wurde er von seinem Vater geschlagen und vor den Richter gebracht, weil er nicht von seinem Glauben lassen wollte. Auch der Richter befahl, ihn zu schlagen, aber dem Richter und seinen Knechten verdorrten die Arme, worauf Vitus betete und sie heilte.
Der Vater schloss ihn mit musizierenden und tanzenden Mädchen ein, die ihn verführen sollten. Als er ihn dabei durchs Schlüsselloch beobachtete, sah er seinen Sohn von sieben Engeln umgeben und wurde blind. Er gelobte vergeblich, einen Stier mit goldenen Hörnern im Jupiter-Tempel zu opfern; erst das Gebet des Sohnes heilte ihn. Trotzdem trachtete er ihm nun nach dem Leben, aber ein Engel veranlasste Vitus, mit seinem Lehrer Modestus und seiner Amme Creszentia auf einem Schiff nach Lukanien zu fliehen, wo ihnen ein Adler Brot brachte.
Vitus und seine Begleiter wurden entdeckt und zu Kaiser Diokletian gerufen. Vitus heilte zwar dessen besessenen Sohn, aber er weigerte sich auch jetzt, den Göttern zu opfern und wurde mit Modestus und Crescentia ins Gefängnis geworfen. Die schweren Eisenplatten, die sie erdrücken sollten, fielen von ihnen und Engel erleuchteten die Finsternis des Kerkers. Man warf sie in einen heiß en Ölkessel, aber sie stiegen unversehrt heraus. Ein Löwe wurde auf sie gehetzt, aber der legte sich zahm zu ihren Füßen und leckte sie. Mit Modestus auf die Folterbank gespannt, um mit Haken zerfleischt zu werden, zerschlugen Blitze das Martergerät, ein Erdbeben ließ die Tempel rundum einstürzen, die Folterknechte und das entsetzt fliehende Volk wurden von den Trümmern erschlagen. Engel lösten Vitus, Modestus und Kreszentia von ihren Fesseln und betteten sie an einem Flussufer, wo sie ruhten und sanft im Gebet ihre Seelen aufgaben. Adler bewachten ihre Leiber, bis die fromme Witwe Florentia sie fand und bestattete.
Nach einer Legende soll Bischof Otto von Bamberg bei der Bekehrung der Pommern, die einen Hahn heilig hielten, ein silbernes Reliquiar mit Gebeinen des Vitus, das von einem Hahn gekrönt war, aufgestellt haben; dieses Reliquiar haben die Pommern anerkannt, so wurden sie durch die Kraft der Reliquien bekehrt.
Wappen von Mönchengladbach (bis zur Kreisreform von 1975)
Vitus' Verehrung ist schon um 600 belegt. Seine Reliquien kamen 775 nach St. Denis, 887 in die berühmte Abtei Corvey, sein Haupt befindet sich im Veits-Dom in Prag, der ihm zu Ehren von Herzog Wenzel erbaut wurde. An rund 150 Orten erklärt man sich im Besitz von Reliquien. Vitus ist einer der 14 Nothelfer. Über dreißig Patronate zeigen, wie volkstümlich und beliebt dieser Heilige geworden ist. Er wird traditionell von den an Chorea, dem "Veitstanz", Erkrankten angerufen; Chorea ist eine Nervenkrankheit mit ungewollten, spastischen Bewegungen des gesamten Körpers, die sich willentlich nicht unterdrücken lassen und durch eine organische Schädigung im Zentralnervensystem bedingt sind.
Vielleicht weil Vitus' Gedenktag im Bereich der Sonnwende liegt, knüpft sich in der Volksfrömmigkeit an diesen Heiligen der Glaube, er sei für pünktliches Wachwerden ohne Uhr zuständig: "Heiliger St. Veit / wecke mich zur rechten Zeit; / nicht zu früh und nicht zu spät, / bist die Glocke ... schlägt."

Attribute: im Ölkessel, Adler, Rabe, Hahn, Hund an der Leine

Patron von Niedersachsen, Sachsen, Böhmen, Pommern, Rügen, Sizilien, von Prag, Corvey, Höxter, Mönchengladbach, Ellwangen, Veitshöchheim am Main und Krems; der Jugendlichen und Epileptiker, der Gastwirte, Apotheker, Winzer, Schauspieler, Bierbrauer, Bergleute und Kupferschmiede; der Stummen und Tauben; der Haustiere; für Keuschheit, gute Saat und gute Ernte; gegen Besessenheit, Aufregung, Hysterie, Krämpfe, Tollwut und Veitstanz, bettnässende Kinder, Augen- und Ohrenleiden, Unwetter, Blitz und Feuersgefahr, Unfruchtbarkeit
Bauernregeln: "Regnet's an St.Veit, / Gerste nicht leid's"
"Heiliger Veit, regne nicht, / dass es uns nicht an Gerst' gebricht."
"Ist zu St. Vitus der Himmel klar, / gibt es ein fruchtbares Jahr."
"Nach St. Veit / wendet sich die Zeit."
"Der Wind dreht sich um St. Veit, / da legt sich`s Laub auf die andere Seit'."
"Hat der Wein abgeblüht auf St. Vit, / bringt er ein schönes Weinjahr mit."
"Wer dem Veit nicht traut, / kriegt auch kein Kraut."
"Hat St. Veit starken Regen, / bringt er unermesslichen Segen."


Ökumenischen Heiligenlexikon!

Geringfügige Farbabweichungen sind durch die Handbemalung möglich
Bemalung-Oberflächen Sockel mit Wunschgravur machen Ihre Figur zu einen persönlichen Geschenk
Versandkosten Am Tag des Versandes erhalten Sie Ihre Paketnummer per Email
Deutschland innerhalb von 2 - 7 Tagen, bei Auslandslieferungen innerhalb von 5 - 9 Tagen nach Auftragsbestätigung (bei vereinbarter Vorauszahlung am Tag nach Ihrer Zahlungsanweisung). Beachten Sie, dass an Sonn- und Feiertagen keine Zustellung erfolgt.