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Judas Thaddäus

 

 
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Ökumenischen Heiligenlexikon!






Judas Thaddäus

Gedenktag katholisch: 28. Oktober
Fest, bedacht im "Eucharistischen Hochgebet I" Gedenktag evangelisch: 28. Oktober Gedenktag anglikanisch: 28. Oktober Gedenktag orthodox: 19. JuniName bedeutet: J: Gott sei Dank (hebr. - griech.)
T: der Beherzte (aramäisch)Apostel, Märtyrer
† im 1. Jahrhundert in Babylon, dem heutigen Han-al-Mahawil im Irak (?)Werkstatt von Simone Martini, wohl um 1320, National Gallery of Art in Washington
Judas Thaddäus war der Sohn eines Jakobus (Lukasevangelium 6, 16) und einer der Jünger Jesu; er ist nicht zu verwechseln mit Judas, genannt Ischariot, der Jesus verraten hat. Judas Thaddäus wird im Neuen Testament sonst
nur einmal erwähnt: im Johannesevangelium (14, 22) mit der Frage, warum Jesus seine Abschiedsrede exklusiv den Jüngern und nicht der ganzen Welt offenbare.
Die Überlieferung nennt Judas Thaddäus meist zusammen mit Simon, dem Zeloten und nennt die beiden Brüder von Jakobus, dem Jüngeren, also Söhne des Alphäus und der Maria Kleophas. Der ihm immer wieder zugeschriebene "Brief des Judas" im Neuen Testament, der letzte der sogenannten katholischen Briefe, stammt sicher nicht von ihm. Nach der Legenda Aurea wurde Judas vom Apostel Thomas nach der Himmelfahrt Christi zu König Abgar von Edessa geschickt - dem König, der ein Bild des Herrn malen lassen wollte, weil Christus ihn geheilt hatte, wobei der Maler dann aber von solchem Glanz geblendet wurde, dass er nicht weitermalen konnte, und Gott selbst das Bild vollendete.
Nach anderen Überlieferungen wirkte Judas zusammen mit Simon Zelotes in Syrien und Mesopotamien, dann in Persien, wo beide dem Feldhauptmann des Königs von Babylon, Baradach, Sieg und Frieden prophezeiten, was tatsächlich gleich am nächsten Tag Wirklichkeit wurde. Als Götter in Menschengestalt zu König Xerxes geführt, tauften sie ihn, den ganzen Hofstaat und viele Tausende im Land. Wiederholt zum Vernichten der feindlichen Gewalten aufgefordert, wiederholten sie ihr ständiges Wort: "Nicht zu töten, sondern lebendig zu machen sind wir gekommen." Nach zahlreichen Wundertaten, mit denen sie die Machtlosigkeit der Zauberer bewiesen und die Abgötter stürzten, organisierten die Zauberer im Lande einen Aufstand der Priester, die beide Apostel erstachen, nach anderen Legenden enthaupteten oder Judas mit einer Keule, Simon mit einer Säge zu Tode martern lassen. Ein gewaltiges Unwetter erschlug daraufhin Priester und Zauberer. Der König ließ die Leichen der beiden Heiligen suchen, bestatten und eine große Kirche darüber bauen.

Attribute: Buch, Keule, Hellebarde

Patron von Goslar; in schweren Nöten und Anliegen, in verzweifelten Situationen

Bauernregeln: "Wenn Simon und Judas vorbei, / so rückt der Winter herbei."
"Simon und Juda, die zwei, / führen oft Schnee herbei."
"Simon und Judä, / hängen an die Stauden Schnee.
"Ist's an Judas hell und klar / gibt's Regen erst ab Cäcilia."
"Simon und Judas / fegen das Laub in die Gass."
"Bevor dich Simon - Judas schaut, / pflanze Bäume, schneide Kraut."
"Schneid das Kraut, / bevor es Juda klaut."
"Es sitzen auch die heiligen Herrn, / am warmen Ofen gern."

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